Spezielle Traumatherapie (DeGPT) und EMDR

Manchmal führen besondere Erlebnisse/Konflikte der Kinder im familiären Umfeld oder auch in der Schule (z.B. Unfälle, Hänseleien, Streitigkeiten, Trennung der Eltern, Arbeitslosigkeit) zu emotionalen und verhaltensmäßigen Problemen. Diese belastenden Erlebnisse bzw. traumatischen Erfahrungen können sich physisch und/oder psychisch auf die Entwicklung eines Kindes und somit auch auf die Verhaltens- und Leistungsfähigkeit in der Schule auswirken. Die belastenden Ereignisse haben sich aktuell ereignet und/oder sie liegen zeitlich schon länger zurück. Sie können sich äußern z.B. als Verhaltensstörungen, Lern- und Leistungsschwierigkeiten zu Hause und/oder in der Schule. EMDR hilft bei einer Vielzahl emotionaler und verhaltensmäßiger Probleme. Symptome einer PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) können zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen im Sozialkontakt, in der Familie oder Schule führen. Dazu gehören u.a.

  • Aggressionen, Ungeduld
  • sozialer Rückzug
  • Unaufmerksamkeit, Konzentrationsstörungen
  • Symptome der ADHS
  • Schulunlust, Verweigerung, Verschlechterung in den Zensuren,
  • Psychosomatische Beschwerden: Kopf- und Bauchschmerzen
  • Einnässen, Fingernägelkauen
  • Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen
  • Ängste

Ausgangspunkte für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit EMDR können unverarbeitete belastende Erlebnisse, deren Symptome und dysfunktionales Verhalten sein. Sie tragen zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Störung bei. Zu Beginn der Behandlung erfolgen eine spezielle Diagnostik und stabilisierende Übungen. Die EMDR-Therapie sollte stets in einen Gesamtbehandlungsplan integriert werden, wie es z.B. im Rahmen einer Verhaltens- und Spieltherapie möglich ist. Aber auch innerhalb einer integrativen Lerntherapie können belastende Erlebnisse z.B. aus dem Schulalltag (Mobbing) mit EMDR bearbeitet werden. Hinweis auf die Dissertation. Das EMDR-Protokoll für Kinder ist der jeweiligen Altersstufe des Kindes bzw. Jugendlichen angepasst. Wichtige Faktoren sind hierbei die alterstypische Beziehungsgestaltung zum Kind, seine familiäre Situation und Umgebung, seine Bewältigungsformen, die soziale und psychische Sicherheit und Stabilität des Kindes, seine Ressourcen und Potenzialentwicklung.